Die letzten Zeugen - Das Buch

HERMINE RISS


 
 

HERMINE RISS


Die Wienerin, die Juden in ihrer Wohnung versteckte

Hermine Riss versteckte die Mutter ihrer jüdischen Freundin Elizabeth Heinrich bis zu Kriegsende bei sich in der Wohnung. Auch Otto Breichenstein und Stefanie Zach bot Hermine Riss in ihrer Wohnung Unterschlupf.

Die Wienerin Hermine Riss war mit der Jüdin Elizabeth Heinrich befreundet. Heinrich heiratete 1933 einen chinesischen Musikstudenten und bekam 1935 ein Kind von diesem. Die junge Familie zog nach Shanghai. Einige Monate später trennten sich Elizabeth Heinrich und ihr Mann und Heinrich kehrte 1936 wieder nach Wien zurück. Dort wohnte sie mit ihrem Sohn Felix Lee bei ihrer Mutter Regina Heinrich. Die Familie wurde zwei Mal gezwungen, umzuziehen und letztendlich wohnten die drei mit anderen Juden in einer kleinen Wohnung.

1941 begannen die Nazis, die österreichischen Juden zu deportieren. So erging es auch den jüdischen Mitbewohnern der Familie Heinrich. Elizabeth und Felix Lee Heinrich sollten – wahrscheinlich wegen ihrer chinesischen Staatsbürgerschaft – nicht deportiert werden. Elizabeth Heinrich war aber besorgt um die Sicherheit ihrer Mutter. Sie wandte sich an ihre Freundin Hermne Riss.

Hermine Riss versteckte Regina Heinrich bis zum Kriegsende 1945 in ihrer Wohnung. Auch zwei anderen Juden half Hermine Riss: Otto Breichenstein und Stefanie Zach, die beide untergetaucht waren, nutzten Hermine Riss Wohnung als eines ihrer Verstecke.

Elizabeth Heinrich fürchtete auch um ihr eigenes Leben. Um sicher einer Deportation zu entgehen, heiratete sie einen chinesischen Staatsbürger. Dieser wohnte in Wien.

Nach dem Krieg wohnte die Familie Heinrich weiterhin in Wien. Felix Lee wurde Musiker.

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