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Dorothea Winter
aus Wien legte an der letzten Adresse von Oswald Bock Blumen der Erinnerung nieder.
Oswald Bock
Geburtsdatum: 22.12.1884 in Wien
Wohnort:
1200 Wien, Karl Meisslstrasse 4/54
Letzter bekannter Wohnort:
1020 Wien, Castellezgasse 32/4a
Deportation
Wien/Theresienstadt am 02.09.1943
Denk.Mal

Das Denk.Mal
"Oswald Bock"
von Florian Aster, Patrick Bina ist Oswald Bock gewidmet.
Dieses Werke liegt im PDF-Format vor.
Zum Lesen bitte hier klicken
Geschichte des Opfers
Brief in den Himmel
Sehr geehrter lieber Herr Oswald Bock,
vor einigen Wochen haben wir Ihre Tochter, Dagmar Ostermann, besucht.
Sie waren in Auschwitz im selben KZ mit Dagmar, ohne dass Sie es wussten. Doch eines Tages kam ein Häftling und fragte Ihre Tochter: "Hast Du einen Vater, der Oswald Bock heißt?" So erfuhr Sie, dass auch Sie dort waren.
Sie waren zuvor im Theresienstädter "Familienlager" und kamen dann nach Auschwitz. Ihre Tochter arbeitete zu dieser Zeit als Sekretärin in einer Schreibstube in einem Standesamt, in dem sie Todesurkunden ausstellen musste. Dagmar versuchte Sie während dieser Zeit zu kontaktieren und Ihnen immer wieder ein Stück Brot zu schicken oder mit Ihnen zu korrespondieren, das heißt, sie schickte Ihnen sogenannte Kassiber, was verboten war. Sie tauschte auch Zigaretten gegen Brot ein, um Ihnen mehr zukommen zu lassen.
So erfuhr Ihre Tochter auch von Lagerinsassen, nachdem sie sich über Sie erkundigt hat, am 9. März 1944: "Die sind gestern alle ins Gas gegangen."
Als der Krieg zu Ende war, ging Dagmar zu Fuß von Polen nach Wien. Einige Jahre später ließ sie sich die KZ-Nummer entfernen, an dieser Stelle ist jetzt eine lange Narbe, die sie an die tragischen Ereignisse erinnert.
Ihre Tochter erzählte uns, dass Sie ein sehr guter Vater und sehr kinderlieb waren und, dass Sie eine sehr höfliche und nette Art hatten. Auch in Mathematik sollen Sie sehr gut gewesen sein. Immerhin waren Sie Oberrevident bei der Bahn und hatten eine gute Dienstbeschreibung.
Da Sie leider in sehr jungen Jahren verhaftet wurden, hatte sich Ihr Leben auf eine Weise verändert, die Sie sich nicht gedacht hätten.
Ihre Tochter vermisst Sie sehr und hofft, dass Sie einen nicht so schmerzhaften Tod hatten. Eure beiden Lebenswege haben uns sehr fasziniert und, dass Ihr ie in dieser schweren Zeit während des Krieges aufgegeben habt. Daraus haben wir viel gelernt. Danke
Andreas, Martina, Sabine, Carolin, Steffi - HS Gerasdorf bei Wien
Sehr geehrter lieber Herr Oswald Bock,
vor einigen Wochen haben wir Ihre Tochter, Dagmar Ostermann, besucht.
Sie waren in Auschwitz im selben KZ mit Dagmar, ohne dass Sie es wussten. Doch eines Tages kam ein Häftling und fragte Ihre Tochter: "Hast Du einen Vater, der Oswald Bock heißt?" So erfuhr Sie, dass auch Sie dort waren.
Sie waren zuvor im Theresienstädter "Familienlager" und kamen dann nach Auschwitz. Ihre Tochter arbeitete zu dieser Zeit als Sekretärin in einer Schreibstube in einem Standesamt, in dem sie Todesurkunden ausstellen musste. Dagmar versuchte Sie während dieser Zeit zu kontaktieren und Ihnen immer wieder ein Stück Brot zu schicken oder mit Ihnen zu korrespondieren, das heißt, sie schickte Ihnen sogenannte Kassiber, was verboten war. Sie tauschte auch Zigaretten gegen Brot ein, um Ihnen mehr zukommen zu lassen.
So erfuhr Ihre Tochter auch von Lagerinsassen, nachdem sie sich über Sie erkundigt hat, am 9. März 1944: "Die sind gestern alle ins Gas gegangen."
Als der Krieg zu Ende war, ging Dagmar zu Fuß von Polen nach Wien. Einige Jahre später ließ sie sich die KZ-Nummer entfernen, an dieser Stelle ist jetzt eine lange Narbe, die sie an die tragischen Ereignisse erinnert.
Ihre Tochter erzählte uns, dass Sie ein sehr guter Vater und sehr kinderlieb waren und, dass Sie eine sehr höfliche und nette Art hatten. Auch in Mathematik sollen Sie sehr gut gewesen sein. Immerhin waren Sie Oberrevident bei der Bahn und hatten eine gute Dienstbeschreibung.
Da Sie leider in sehr jungen Jahren verhaftet wurden, hatte sich Ihr Leben auf eine Weise verändert, die Sie sich nicht gedacht hätten.
Ihre Tochter vermisst Sie sehr und hofft, dass Sie einen nicht so schmerzhaften Tod hatten. Eure beiden Lebenswege haben uns sehr fasziniert und, dass Ihr ie in dieser schweren Zeit während des Krieges aufgegeben habt. Daraus haben wir viel gelernt. Danke
Andreas, Martina, Sabine, Carolin, Steffi - HS Gerasdorf bei Wien

