Die letzten Zeugen - Das Buc
Liste der Opfer
 
 
 

Kurt Löwinger

Geburtsdatum: 14.02.1925 in Leoben

Deportation

Wien/Auschwitz am 17.07.1942


Geschichte des Opfers

recherchiert im Jahr 2003 von Bianca Jaritz (17), BG Rein

Kurt Löwinger Opfername: Kurt Löwinger Geburtsdatum: 14.2.1925 Vater: Max Löwinger Geburtsdatum: 10.01.1888 Mutter: Netti Löwinger Geburtsdatum: 2.11.1893 Kam gemeinsam mit seinen Eltern mit dem Transport Nr. 688,686,687 nach Auschwitz!



Dieser Brief stieg am 5. Mai 2003 an einem Luftballon in den Himmel

Sehr geehrter Kurt Löwinger, Lange haben ich und auch andere Jugendliche mich mit der geschichtlichen Katastrophe der Judenverfolgung und des Zweiten Weltkrieges beschäftigt und haben in unseren Geschichtestunden sehr viel gehört und diskutiert. Ich weiß, dass es nicht dasselbe ist, wenn man auch noch so viel darüber hört, als wenn man es am eigenem Leibe zu spüren bekommt! Obwohl man sehr viel darüber erfährt, bleiben doch noch ein paar Fragen ungeklärt! Was ist in den Menschen vorgegangen, die in solche Konzentrationslager gekommen sind? Haben Sie gewusst, dass Sie bereits zum Tode verurteilt waren? Wie haben Sie die Veränderungen am eigenem Leibe zu spüren bekommen? Ich kann mir diese Qualen, die Ihnen und anderen Menschen damals widerfahren sind, gar nicht vorstellen. Es muss so grausam gewesen sein als Sie sich wahrscheinlich hoffnungslos Unterstützung von Mitmenschen erhofften und sich Freunde einfach abwandten! Viele Jugendliche haben in den letzten Monaten versucht einiges über die vergessenen Opfer und deren Leben herauszufinden. Gerne habe ich mich dafür gemeldet und ich habe versucht, soviel wie möglich über Sie und Ihr Leben zu erfahren! Da Sie aber erst 1925 geboren wurden, gab es leider nicht sehr viele Informationen zu Ihrer Person! Ich bin mir vollkommen im Klaren, dass nichts rückgängig oder wieder gut zu machen ist, aber die Zeitspanne, in der Adolf Hitler an der Macht war und die grausamen Dinge, die geschahen, werden heute sehr ausführlich und intensiv in unserem Geschichteunterricht aufgegriffen und besprochen. Ich weiß nicht, ob es ein kleiner Trost für Sie wäre, wenn Sie wissen, dass es auch einige Menschen gab, die diese qualvollen Prozeduren in dieser Zeit überlebt haben. Heutzutage gibt es keine „Nazihaltung“ mehr und diese Zeit hat uns gezeigt, was ein einzelner Mensch anrichten kann, wenn man ihm blind folgt! Es wäre schön, wenn man die Zeit zurückdrehen könnte, um alles ungeschehen zu machen. Obwohl dies nicht geht, wird diese Zeit ewig in unseren Gedanken bleiben und uns in unserem Handeln beeinflussen und uns mehr zum Nachdenken bringen!



Brief an die Zukunft

Sehr geehrter Kurt Löwinger, Lange haben ich und auch andere Jugendliche mich mit der geschichtlichen Katastrophe der Judenverfolgung und des Zweiten Weltkrieges beschäftigt und haben in unseren Geschichtestunden sehr viel gehört und diskutiert. Ich weiß, dass es nicht dasselbe ist, wenn man auch noch so viel darüber hört, als wenn man es am eigenem Leibe zu spüren bekommt! Obwohl man sehr viel darüber erfährt, bleiben doch noch ein paar Fragen ungeklärt! Was ist in den Menschen vorgegangen, die in solche Konzentrationslager gekommen sind? Haben Sie gewusst, dass Sie bereits zum Tode verurteilt waren? Wie haben Sie die Veränderungen am eigenem Leibe zu spüren bekommen? Ich kann mir diese Qualen, die Ihnen und anderen Menschen damals widerfahren sind, gar nicht vorstellen. Es muss so grausam gewesen sein als Sie sich wahrscheinlich hoffnungslos Unterstützung von Mitmenschen erhofften und sich Freunde einfach abwandten! Viele Jugendliche haben in den letzten Monaten versucht einiges über die vergessenen Opfer und deren Leben herauszufinden. Gerne habe ich mich dafür gemeldet und ich habe versucht, soviel wie möglich über Sie und Ihr Leben zu erfahren! Da Sie aber erst 1925 geboren wurden, gab es leider nicht sehr viele Informationen zu Ihrer Person! Ich bin mir vollkommen im Klaren, dass nichts rückgängig oder wieder gut zu machen ist, aber die Zeitspanne, in der Adolf Hitler an der Macht war und die grausamen Dinge, die geschahen, werden heute sehr ausführlich und intensiv in unserem Geschichteunterricht aufgegriffen und besprochen. Ich weiß nicht, ob es ein kleiner Trost für Sie wäre, wenn Sie wissen, dass es auch einige Menschen gab, die diese qualvollen Prozeduren in dieser Zeit überlebt haben. Heutzutage gibt es keine „Nazihaltung“ mehr und diese Zeit hat uns gezeigt, was ein einzelner Mensch anrichten kann, wenn man ihm blind folgt! Es wäre schön, wenn man die Zeit zurückdrehen könnte, um alles ungeschehen zu machen. Obwohl dies nicht geht, wird diese Zeit ewig in unseren Gedanken bleiben und uns in unserem Handeln beeinflussen und uns mehr zum Nachdenken bringen! Bitte schicken Sie diesen Brief an das „Projektbüro ‚A Letter to the Stars‘, 1060 Wien, Mariahilferstraße 123/3/38“ Sie unterstützen damit die Weiterführung des Projekts!



Die Erstellung der Datenbank beruht auf
den vom DÖW - Dokumentationsarchiv des
Österreichischen Widerstandes - zur Ver-
fügung gestellten Forschungsergebnissen.


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